Dämmstoff im Kühlkreislauf
Lecks im Kühlkreislauf von Atomkraftwerken müssen sicher beherrscht werden. Doch die Zweifel wachsen. Seit 17 Jahren kämpfen Reaktortechniker vergeblich gegen die Folgen vagabundierender Fasern aus dem Dichtungs- und Dämmmaterial der Rohrleitungen. Auch in Deutschland. Die Stoffreste lassen Pumpen kollabieren oder bedrohen direkt die Kühlwasserzufuhr in den Kern des Reaktors. Alle bisherigen Versuche, das Risiko mit der Potenz zum Supergau zu entschärfen, endeten in der Sackgasse. Die Öffentlichkeit erfährt von all dem nichts. Vor der Bundestagswahl schieben Reaktorbetreiber, Aufsichtsbehörden und Sicherheitsexperten die Verantwortung in einem makabren »Schwarzer-Peter-Spiel« hin und her.


