www.zeozwei.de - Magazin für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft 30. July 2010

Autoindustrie am Boden

Die Autoindustrie schlingert auf abschüssigem Gelände. Weltweit brechen die Märkte ein. Bis zu einem Viertel weniger Pkw werden dieses Jahr in Europa verkauft. Und die ehemalige Klimakanzlerin Angela Merkel mausert sich zur Schutzheiligen der Branche. Steuersenkungen, Straßenbau, Abwrackprämien und staatliche Rettungspakete – mit allen Mitteln und um jeden Preis wird versucht, eine Schlüsselindustrie im Land wieder flott zu machen. Aber wie wollen die Autobauer von VW und Daimler bis zu den neuen Anbietern Tesla und Loremo selbst aus der Krise fahren?
Mit welchen Fahrzeugen sind wir morgen unterwegs?

Wie die Autokonzerne Ihre Verbrauchswerte schönen

In der Wirklichkeit des Straßenverkehrs schlucken Fahrzeuge bis zu 30 Prozent mehr als die Hersteller angeben. Und die Kluft wächst, die Hersteller tricksen bei den genormten Tests. Für die Autofahrer kommen je nach gefahrener Strecke im Jahr bis zu 1000 Euro Mehrkosten zusammen.

Mutige Investitionen gegen Energieverbrauch

Pendlerpauschale, Strom-Sozialtarif und warme Klamotten. Panik und Populismus beherrschen die Energiepolitik. Die Ortsinspektion bei Familie Flechsig zeigt: Mutige Investitionen in bessere Gebäude, effizientere Kühlschränke und Stromtankstellen für die Autos von Morgen würden den Energiehunger drastisch senken. Und wären die beste Sozialpolitik.

Kommentar

Galoppierende Preise, der Biosprit und die zweite Halbzeit des Ölzeitalters: Nicht die Vernunft, erst der hohe Ölpreis wird zur lange Überfälligen Abrüstung in der Tiefgarage führen.

Automobilindustrie

DLuxusprodukt Hummer von GM: Prototyp eines Spritfressers mit bis zu 25 Litern auf 100 Kilometer. Bild: Michel Angelo / Fotolia.comie kräftig angezogenen Spritpreise bringen neues Leben in die Tiefgarage. Nachdem der Benzinpreis in den USA Ende Mai bei fast vier Dollar je Gallone angekommen war, sind die Absatzmärkte für Geländewagen, Pickups und Sportwagen eingebrochen. In [...]