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www.zeozwei.de - Magazin für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft 5. February 2012

Standpunkt: Energiepolitik nach der Katastrophe

Ob die apokalyptischen Reaktorunfälle in Japan das Ende des Atomzeitalters einläuten, ist noch nicht entschieden. Entschieden ist aber der Fundamentalkonflikt um die Atomenergie in Deutschland: Jede Partei, die den Umbau der Energieversorgung jetzt noch ausbremst, spielt mit dem eigenen Untergang.

Kommentar

Das Entsetzen über die Katastrophe in Fukushima wird zum Wendepunkt der weltweiten Atomkonjunktur. Noch klammern sich Länder wie Frankreich oder China stur an ihre Nuklear-Pläne, aber die Realität ist den großspurigen Atomplänen noch nie hinterher gekommen. Jetzt wird nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz, Italien, Schweden und Großbritannien, neu über die Kernkraftwerke gestritten. Auch wenn lange nicht alle Folgen der neuen Reaktorkatastrophe absehbar sind, so viel ist sicher: Fukushima wird den Abwärtstrend der Atomkraft weltweit rasant beschleunigen.

Umfrage

Was sagen die anderen Parteien zu dem Höhenflug der Grünen. zeo2 hat nachgefragt. Ganz grün vor Neid ist die CSU, die SPD freut sich mit. Der Linken ist die Sache nicht links genug. Nur die FDP scheint von dem Erfolg überrascht. Klicken und mehr lesen.

Die neue Prima-Klima-Volksbewegung

Krankenhäuser, Kirchen und Kommunen tun es, Restaurants, Rockbands und Rickschadienste – aber auch Kondomhersteller, Diskobetreiber und Laufschuhproduzenten. Eine neue Volksbewegung hat dem Klimakiller CO2 den Kampf angesagt. Mit braven und naheliegenden, aber auch mit erblüffenden, phantasievollen, teilweise kuriosen Energiespar- und Klimastrategien. Während der politische Motor des Klimaschutzes in Kopenhagen kräftig stottert, haben Tausende ihr ganz persönliches Kyotoding schon mal gestartet.

Wie viel Sicherheit bringt der Klimagipfel?

Hans Joachim Schellnhuber ist Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und oberster Klimaberater der Bundesregierung. Aus Anlass einer Werbekampagne für die FAZ spricht er (hinter Zeitung und vor Wärmebild-Kamera) kurz vor Kopenhagen über Wünsche und realistische Erwartungen an die Weltkonferenz.

Erneuerbare in neuer Dimension

Desertec und Offshore-Wind, immer neue Weltrekorde bei Solarprojekten: Die erneuerbaren Energien legen den Charm der kleinen, dezentralen Branche ab und zeigen Muskeln. Ist das der lang erwartete Durchbruch der Branche. Oder ihr historischer Sündenfall?

Hermann Scheer (SPD) contra Hans Josef Fell (Grüne)

Zwei Vordenker der Erneuerbaren Energien im Rededuell: Ist Desertec, der Solarstrom aus der Wüste, der Aufbruch in ein neues Zeitalter der ökologischen Stromerzeugung? Oder nur der vergebliche Versuch der Stromindustrie, ihre monopolartige Vormacht in die Zukunft zu retten?

Chinas gefährliche Emissionen

Das Powerhaus der Weltwirtschaft pumpt inzwischen mehr Treibhausgase in die Atmosphäre als jedes andere Land der Erde und leidet selbst unter der Umweltkrise. Die »Filialen« westlicher Konzerne verstärken die Misere. Schafft der Kohle-Junkie China den umweltpolitischen Kursschwenk? Der dazu notwendige Milliardenaufwand stellt selbst die Finanzkrise in den Schatten.