www.zeozwei.de - Magazin für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft 30. July 2010

Koexistenz mit dem schwarzen Jäger Kormoran

Scharfe Geschosse richten gegen hungrige Kormorane wenig aus – darüber sind sich Teichwirte und Vogelfreunde inzwischen einig. Gemeinsam fordern sie neue Konzepte zum Zusammenleben von Fisch, Vogel und Angler.

Autoindustrie am Boden

Die Autoindustrie schlingert auf abschüssigem Gelände. Weltweit brechen die Märkte ein. Bis zu einem Viertel weniger Pkw werden dieses Jahr in Europa verkauft. Und die ehemalige Klimakanzlerin Angela Merkel mausert sich zur Schutzheiligen der Branche. Steuersenkungen, Straßenbau, Abwrackprämien und staatliche Rettungspakete – mit allen Mitteln und um jeden Preis wird versucht, eine Schlüsselindustrie im Land wieder flott zu machen. Aber wie wollen die Autobauer von VW und Daimler bis zu den neuen Anbietern Tesla und Loremo selbst aus der Krise fahren?
Mit welchen Fahrzeugen sind wir morgen unterwegs?

Mönchsgeier über Mönchengladbach

Die Geier kommen. Doch was machen wir mit ihnen? Wenn wir sie behalten wollen, sollten wir aufhören, unsere toten Wildtiere zu verscharren.

Gewagte Fischzucht in Meck-Pom

Eine neue Form der Fischerei für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns: Dort sollen erstmals Aufzucht und Hege wild lebender Dorsche erprobt werden. Vier Millionen Tiere könnten darum mit Mikrochips ausgesetzt werden, bevor ein Teil von ihnen Jahre später wieder gefangen wird. Ein Problem des Experiments: Wie stellt man sicher, dass die dicken Dorsche nicht in der falschen Bratpfanne landen?

Rückgang der Arten

Nichts ist so großartig wie die Vielfalt der Natur. Doch noch nie hat die Natur so unter dem Menschen gelitten wie heute. Bis 2010 soll der dramatische Verlust im weiten Netz des Lebens abgebremst werden.

Kommentar

Die Ökonomisierung der Natur wird Pflanzen, Tiere und Lebensräume nicht retten. Denn oft ist die Natur für die Wirtschaft umso wertvoller, je kaputter sie ist.

Artenvielfalt

Der »Global Biodiversity Outlook« (GBO) der Vereinten Nationen zählt zu den wichtigsten Publikationen über den Zustand der belebten Welt. Der aktuelle Bericht dokumentiert, dass bei 3.000 untersuchten Populationen wild lebender Arten »ein kontinuierlichen Rückgang der Individuendichte um etwa 40 Prozent zwischen 1970 und dem Jahr 2000« nachgewiesen wurde. Der Hauptverursacher ist die industrielle Landwirtschaft.

Nordseebestand schrumpft heftig

Dem Hering geht es schlecht. Erstmals seit vielen Jahren ist der Bestand an erwachsenen Nordseefischen der Gattung Clupea unter die Marke von einer Million Tonnen gefallen. Damit hat sie sich gegenüber dem Höchststand von fast 1,8 Millionen Tonnen im Jahr 2004 fast halbiert. Hauptursache ist der Einbruch beim Nachwuchs. Trotz eines zunächst ausreichenden Elternbestandes und [...]

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