100-GUT-GRUENDE.DE
www.zeozwei.de - Magazin für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft 17. May 2012

Interview

Grünen-Chef Cem Özdemir im Gespräch mit zeo2-Autorin Vera Gaserow über die spektakulären Umfragewerte seiner Partei, über Wohlfühl-Themen, die FDP als abschreckendes Beispiel, neue und alte Machtperspektiven.

Leere Meere

Die Weltmeere sind abgefischt, ihre Bewohner in Seenot. Zu große Fangflotten, zu üppige Subventionen, zu viele illegale Fänge und jede Menge Beifang über Bord. In Europa soll das jetzt alles anders werden. Die neue griechische EU-Kommissarin Maria Damanakis plant kein Reförmchen, sie will die europäische Fischerei von Grund auf umkrempeln. Es ist höchste Zeit. Und die Chancen stehen besser den je.

Denn inzwischen haben auch die Fischer selber erkannt, dass sie sich den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Bis 2020, so eine Prognose der Kommission, wird von der stolzen Fischereiflotte nur noch ein Flöttchen übrig bleiben. Experten sprechen längst vom Kannibalismus der unkontrollierten Fischerei. Das bringt selbst die härtesten Fischfänger zur Einsicht.

Lesen Sie die frische Titelstory in der Printausgabe von zeo2.

Stefan Rahmstorf über die Folgen des Klimawandels

Die Wetterextreme des Jahrzehnts lesen sich wie eine Liste des Grauens. Von der Elbeflut 2002 bis zu den Bränden in Russland und Überschwemmungen in Pakistan. Millionen Menschen waren betroffen, Milliarden Werte wurden vernichtet. Zufall? Oder Klimawandel?

Offshore in der Ostsee

1Die Erleichterung klingt auch durch die dürren Zeilen der Mitteilung hindurch: „Die letzte Anlage ist gestellt“, heißt es im online-Bautagebuch des Stromkonzerns EnBW. 21 Turbinen mit jeweils 2,3 Megawatt stehen jetzt 16 Kilometer vor der Halbinsel Fischland-Darß. Dazu eine Umspannplattform auf einem eigenen Stahlturm. Einige tausend Haushalte wird das Windkraftwerk künftig mit Strom versorgen. Damit [...]

Global aber Gerecht

Die Analyse von Ottmar Edenhofer ist dramatisch: “Die Klima- wie Entwicklungspolitik befinden sich in einer Sackgasse”, sagt der Ökonom des Potsdam Institutes für Klimafolgenforschung (PIK). Die derzeitigen politischen Anstrengungen der internationalen Staatengemeinschaft reichten “nicht annähernd” aus, um angemessene Antworten auf diese großen Herausforderungen zu geben. Wie der Weg zum Erfolg aussehen könnte, beschreibt die Studie “Global aber Gerecht”, die heute in Potsdam vorgestellt wurde.

„Wenn wir mit dem Klimaschutz Erfolg haben wollen, dann brauchen wir einen Global Deal für Entwicklung“, sagt Mitautor Johannes Wallacher, Professor für Sozialwissenschaften am Institut für Gesellschaftspolitik in München. Bisher stünden sich zwei Sichtweisen unversöhnlich gegenüber: Die Industriestaaten des Nordens forderten von den Entwicklungsländern zuerst einen Beitrag zum Klimaschutz. Der Süden wolle dagegen zuerst den Wohlstand. Die Autoren der Studie – mit dabei auch Misereor und die Münchener Rück Stiftung – sehen nur eine Chance, diese Selbstblockade zu überwinden: Nord und Süd müssen erkennen, dass sie Klimaschutz brauchen und nur zusammen hinbekommen.

Rezension

Die Ururgroßmutter wird von einer Löwin angefallen, weggeschleppt und gefressen. Alle glauben an Hexen oder fürchten sich vor dämonischen Hyänen oder jenem Serienkiller-Nashorn, das eine schlimme Zeit lang den Mitbürgern Malawis an Wasserstellen auflauert. Ein Junge lebt mit seiner Familie auf einer Farm, die bei der Dürre 2001 mit dem ganzen Land in einer monatelangen [...]

Skeptischer Klimaforscher wird Autor des Weltklimarates

Der häufig klimakrittelnde Klimaforscher Hans von Storch wird jetzt selber zum Autor des kommenden Berichts des Weltklimarates. Von Storch hatte seine verfassenden Kollegen aus aller Welt bisher gerne als “abgehobenen Adel” der Klimaforschung dagestellt. Jetzt wurde er laut einer Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft selber “als Hauptautor für die Arbeitsgruppe ausgewählt, die sich mit den Folgen des [...]

Neues Netz für Erneuerbare

Zu viel Leistung, zu wenig Netz. So sieht es derzeit auf Deutschlands Stromautobahnen aus. Die alten Elektrizitätsleitungen taugen nicht für den zunehmenden Ökostromtransport vom windigen Norden des Landes zu den Verbrauchern nach Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Neue Kabel müssen also her, solche, die über große Entfernungen nur wenig Energie verlieren. Neue Hochspannungs-Gleichstromleitungen kann man nur [...]