www.zeozwei.de - Magazin für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft 5. February 2012

Standpunkt: Nach Cancún steuern wir auf drei bis vier Grad Erwärmung zu

Cancún hat vor allem zwei wichtige Dinge gebracht. Erstens wurde ein Kollaps der internationalen Klimaschutzbemühungen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen verhindert – nach dem Kopenhagen-Fiasko 2009 keine Selbstverständlichkeit. Zweitens hat sich die Weltgemeinschaft erstmals auf ein konkretes, quantitatives Ziel der Klimapolitik geeinigt: die Begrenzung der globalen Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius. Seit dem Erdgipfel [...]

Standpunkt: Energiepolitik nach der Katastrophe

Ob die apokalyptischen Reaktorunfälle in Japan das Ende des Atomzeitalters einläuten, ist noch nicht entschieden. Entschieden ist aber der Fundamentalkonflikt um die Atomenergie in Deutschland: Jede Partei, die den Umbau der Energieversorgung jetzt noch ausbremst, spielt mit dem eigenen Untergang.

Deutscher Energiekonsens dank Fukushima?

Nach dem Oeko-Institut hat sich jetzt auch das Wuppertal-Institut zum Wie-Weiter-Nach-Fukushima positioniert. Unter Leitung von Manfred Fischedick, einem der einflussreichsten Energie-Experten hierzulande, stellt das WI fest, dass “adäquate Klimaschutzziele auch ohne die Kernenergie erreicht werden” können. Und anders als die Atomapologeten verbreiten, ist das auch nicht mit massiven Kostensteigerungen verbunden.
“Während auf die Hälfte der Kraftwerksleistung [...]

Kommentar

Das Entsetzen über die Katastrophe in Fukushima wird zum Wendepunkt der weltweiten Atomkonjunktur. Noch klammern sich Länder wie Frankreich oder China stur an ihre Nuklear-Pläne, aber die Realität ist den großspurigen Atomplänen noch nie hinterher gekommen. Jetzt wird nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz, Italien, Schweden und Großbritannien, neu über die Kernkraftwerke gestritten. Auch wenn lange nicht alle Folgen der neuen Reaktorkatastrophe absehbar sind, so viel ist sicher: Fukushima wird den Abwärtstrend der Atomkraft weltweit rasant beschleunigen.

Auto, Bahn und Co.: Mobilität nach Peak Oil

Vom 18. bis 20. März findet der 18. Bundesverkehrskongress (BUVKO) in Trier an der Mosel statt. Motto: „Grenzen des Verkehrs, Verkehr ohne Grenzen?“. Veranstalter ist „Umkehr e.V.“, das Informations- und Beratungsbüro für Verkehr und Umwelt in Kooperation mit dem Fachverband Fußverkehr Deutschland und der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL. Vor Ort kümmern sich [...]

Video-Test: Das aktuelle Wasserstoff-Fahrzeug von Toyota

Wie ein weißer Wal schiebt sich der Millionen-teure Toyota durch die angesagten Einkaufsstraßen des Prenzlauer Bergs. Im Cockpit, wo bei anderen Autos das Navigationssystem sitzt, blinken und blitzen grüne und gelbe Dioden: Batterie an, Brennstoffzelle an, Rückgewinnung der Bremsenergie aus. Vorne unter der Motorhaube surrt – nein, höchstens schnurrt – ein mächtiger Elektromotor und eine [...]

"Alle Macht den Drähten"

»Schon heute elektrisierend«, versprechen die Autokonzerne und schieben mit viel Tamtam die ersten Elektroautos in die Verkaufsräume. Die Batterie unter der Motorhaube kommt. Aber reine Elektroautos werden auch in Jahrzehnten noch die Minderheit bleiben. Denn der reine Batterieantrieb ist nicht nur teuer, er kämpft auch noch mit tausenden Kinderkrankheiten. Und anstelle der vollen Ladung Elektro kommt die Mischung aus Batterie und Benzin und Diesel. Was das der Umwelt bringt, ist ungewiss. Der Riss zwischen Befürwortern und Gegnern der Elektromobilität geht darum auch mitten durch die Umweltverbände.

Stefan Rahmstorf über Klimapolitik nach den Zwischenwahlen in den USA

Diesen Sommer ist das lang erwartete Klimaschutzgesetz der USA im Senat endgültig gescheitert. Ein Blick auf die Ursachen dieses Fiaskos zeigt: Europa und der Rest der Welt müssen in absehbarer Zeit beim Klimaschutz ohne die USA auskommen. Jetzt muss die EU die Koalition der Willigen anführen.