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ie kräftig angezogenen Spritpreise bringen neues Leben in die Tiefgarage. Nachdem der Benzinpreis in den USA Ende Mai bei fast vier Dollar je Gallone angekommen war, sind die Absatzmärkte für Geländewagen, Pickups und Sportwagen eingebrochen. In den ersten vier Monaten des Jahres haben US-Autofahrer 160 Milliarden Dollar für ihren Sprit bezahlt und sind Woche für Woche rund vier Milliarden Kilometer weniger gefahren. Die Vernunft scheint sich langsam durchzusetzen, die Amerikaner switchen in Massen zu sparsameren japanischen und europäischen Autos. Chrysler, Ford und General Motors sind die großen Verlierer der Preisexplosion mit Absatzeinbrüchen von rund 25 Prozent. GM will sich sogar von seinem Elefantenfahrzeug »Hummer« trennen. Auch Porsche musste Absatzverluste von fast 25 Prozent hinnehmen. Zu den Gewinnern gehört neben Toyota, dessen Prius-Hybrid die Millionengrenze nahm, auch der deutsche Smart. Beim kleinen Zweisitzer kann die US-Niederlassung die vielen Bestellungen nicht mehr bedienen. Mehr als 30.000 Autos waren Mitte Juni reserviert. Die USA liegen mit ihrem Flottenverbrauch von fast 12 Litern weit hinter den Europäern. In Deutschland, wo der schwache Dollar die Wucht der Benzinpreiserhöhungen noch abbremst, sind im April dagegen immer noch 22.000 Geländewagen bestellt worden.

