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www.zeozwei.de - Magazin für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft 30. July 2010

Mutige Investitionen gegen Energieverbrauch

Pendlerpauschale, Strom-Sozialtarif und warme Klamotten. Panik und Populismus beherrschen die Energiepolitik. Die Ortsinspektion bei Familie Flechsig zeigt: Mutige Investitionen in bessere Gebäude, effizientere Kühlschränke und Stromtankstellen für die Autos von Morgen würden den Energiehunger drastisch senken. Und wären die beste Sozialpolitik.

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von Marcus Franken

Das weltweite Gerangel ums knappe Öl kommt beim Ehepaar Flechsig mit der Rechnung ins Haus. 1.600 Euro hat der Kessel voller Heizöl für das kleine Einfamilienhaus in Sachsen 2007 gekostet. 2008 sind es schon 2.400 Euro. 800 Euro Differenz bedeuten mehr als eine halbe Monatsrente. „Wir machen den Öltank gar nicht mehr ganz voll“, sagt Irmgard Flechsig (88). Die alte Dame hofft, dass der Preis wieder fällt. Doch besonders optimistisch ist sie nicht. Wie den Flechsigs geht es in diesen Wochen vor der nächsten Heizperiode Millionen Menschen in Deutschland. Egal, ob im kleinen Sachsen oder im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier wie dort herrscht bei der kostenlosen Energieberatung der Verbraucherzentralen Hochkonjunktur: „Die Leute haben Zukunftsangst, weil sie nicht wissen, wie es mit den Preisen weitergeht“, sagt Energiereferentin Claudia Bruhns von der Verbraucherzentrale NRW. Plötzlich beherrscht die Frage der „Energiekosten“ bis weit in die Mittelschichten hinein den Alltag.

In NRW fällt schon jeder fünfte Bürger in die Kategorie »energiearm«: Diese Haushalte müssen mindestens ein Zehntel ihres Einkommens für Benzin, Strom und warmes Wasser ausgeben. Übertragen auf ganz Deutschland heißt das: 16 Millionen Energiearme.Und die Kosten von Öl, Gas- und Strom steigen weiter. Während das Öl gerade eine Verschnaufpause einlegt und die Auguren für die Zukunft alle Werte zwischen 80 (Öl exportierende Länder) und 500 Dollar je Barrel anbieten (Iran), berichten die Verbraucherportale Verivox und Toptarif von Strompreissteigerungen um noch mal sechs Prozent allein im August. Der Gaspreis soll im September im Schnitt um 17,7 Prozent klettern. Ein Vier-Personen-Haushalt zahlt nach Berechnungen des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen heute für Strom, Heizung und Benzin 1000 Euro mehr als 2007. Dabei waren die beiden zurückliegenden Winter um drei bis vier Grad zu warm. Ein durchschnittlich kalter Winter wie 2003/2004 blieb den Bundesbürgern und ihren Geldbeuteln erspart. Trotzdem tut die Energierechnung weh. Mit Folgen: Experten schätzen, dass pro Jahr 800.000 Haushalten vorübergehend Strom oder Gas abgedreht werden….

Der ganze Artikel in der neuen ZEO2

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